„ERP" klingt nach Konzern, beschreibt aber ein einfaches Prinzip: Alle Vorgänge eines Betriebs liegen in einem Datenmodell, statt in mehreren Programmen, die einander nicht kennen. Der Nutzen entsteht nicht im einzelnen Programm, sondern dort, wo zwei Dinge zusammentreffen – die Wiegung mit dem Vertrag, der Silobestand mit der Einfütterung, der Gaswert mit dem Rohstoff, aus dem er entstand.
In der Biogaswirtschaft passiert dieses Zusammentreffen heute meist im Kopf des Betriebsleiters. Die Waage schreibt Zettel, das Lager steht in Excel, die Verträge liegen im Ordner, die Gasanalyse zeigt ihre Werte am eigenen Bildschirm. Jede Auswertung, die über eine dieser Quellen hinausgeht, ist Handarbeit – und deshalb selten.
Sechs Aufgabenbereiche entscheiden, ob ein System für eine Biogasanlage taugt. Was darunter zu TFS steht, ist keine Ankündigung, sondern das, was in den Paketen enthalten ist.
Wie TFS in eine bestehende Anlage kommt
Die Verbindung zur Anlage übernimmt der Performance Cube, ein kleiner Rechner, den wir fertig eingerichtet zuschicken. Aufstellen, Strom und Internet anstecken, fertig; ab dann liest er Gewichte am Terminal aus und schickt sie verschlüsselt an TFS. Spätestens einen Tag nach dem Auspacken läuft die Anlage digital. In den Paketen Advanced und Premium ist ein Cube enthalten.
Sicherheitsseitig baut der Cube die Verbindung nach außen auf. Im Netz der Anlage muss kein einziger Port offen stehen. Die Betriebsdaten liegen auf österreichischen Servern.
Welches Paket zu einer Anlage passt, hängt an Größe, Zahl der Lieferanten, Standorten und daran, ob eine Gasanalyse vorhanden ist. Der Softwareberater fragt das in neun Fragen ab und schreibt dazu, warum die Empfehlung so ausfällt.